Das ungarische Versailles in Fertőd

Das Esterházy-Schloss in Fertőd ist ein ideales Ausflugsziel

In Fertőd angekommen sehen wir zuerst eine in der Mitte eines kleinen Parkes stehende moderne Kirche. In Richtung Stadtmitte können zuerst der ehemalige Gasthof  und das Musikhaus besichtigt werden. Das U-förmige Arkadengebäude des Gasthofs wurde gleichzeitig mit dem Schloss gebaut. Hier wurden auch die Gäste des Fürstenhofes untergebracht.

In der Wohnstätte der Musiker des ehemaligen Musikorchesters, im Musikhaus, in der 3-Zimmerwohnung des Stockwerkes lebte die herausragende Figur der Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts, Joseph Haydn.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit von Fertőd ist das Esterházy-Schloss, das oft als das ungarische Versailles genannt wird. Auf den hufeisenförmigen Festhof kommt man über das dreiteilige Schmiedeeisentor. Das Schlossinnere kann nur mit Leitung besichtigt werden. Im dreistöckigen Schloss gibt es, die Belvedere nicht hinzugezählt, 126 Räume. Die mythologische Szenen darstellenden Fresken sind Werke von Joseph Ignatz Milldorfer. Im Erdgeschoss befinden sich das aus vier Zimmern bestehende ehemalige Appartement der Fürstin und das Fürstenappartement mit drei Zimmern sowie die Salons und die Bibliothek.

Auf dem Stockwerk sind außer dem Festsaal, dem Musiksaal und dem Maria-Theresia-Zimmer der Rittersaal, die Kapelle und die Salons zu sehen.

Das östliche Gebäude war der Wintergarten und das westliche die Galerie (derzeit Turnhalle), die einst vom Boden bis zur Decke mit Gemälden bedeckt war. Das wertvollste GEmälde der Galerie war das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gekaufte Madonna-Bild, ein Werk von Raffaello.

Der Schlosspark wurde gleichzeitig mit dem Schloss errichtet. Sein Entwerfer ist unbekannt, sicher ist aber, dass der Park in seiner Zeit ein hervorragendes Werk der ungarischen Gartenkunst war.

Durch das Schlosstor hinausschreitend sieht man noch auf der anderen Straßenseite die Grenadierhäuser stehen. Hier wohnte die Leibwächtergarde des Fürsten. Der Fürstenfamilie stand das Privileg zu, eine eigene Leibwächtergarde zu halten.

Quelle: László Stefánka: Ausflug am Ufer des Neusiedlersees. Von Mörbisch bis Pamhagen. Escort Tourist Bt., 2005


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